Historie

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Mein Name ist Thomas Zeug und ich komme aus dem schönen Örtchen Regensburg in der Oberpfalz, Bayern. Ich wurde 1987 in Straubing geboren und seit meiner Geburt von meinem Vater mit der Videokamera begleitet. Es ist immerwieder nett, die alten Aufnahmen anzuschauen. Es war klar, dass ich dadurch auch irgendwann zu dem Gerät greifen musste und es faszinierte mich auf den ersten Blick.

 

Ich habe schon immer gerne gezeichnet, vor allem viele Comics mit verschiedensten Figuren. Eine meiner Figuren - Manu - erlebte immer die verrücktesten Abenteuer und war zum Schluss meistens der Leidtragende von irgendwelchen Katastrophen. Wenn ich mir heute die Comics ansehe, erkenne ich irgendwie schon leichte Züge meiner späteren Filme.

 

Mein allererstes Video-"Projekt" war eine Art Kettenreaktion. In unserem Wohnzimmer lies ich verschiedene Dinge miteinander kollidieren, anstoßen und so weiter. Es war nicht perfekt, man sah meine Hand und Geräusche machte ich live selbst. Aber es war lustig. Und so machte ich weiter und drehte fast jeden Tag irgendetwas vor der Kamera. Meistens nur sinnloses Rumgehüpfe und sonstigen Unsinn, aber es ging immer besser!

Nebenbei probierte ich auch einige Dinge auf meinem Computer. Anfangs malte ich immer die verschiedensten Bilder in Microsoft Paint, doch irgendwann stieß ich dann auf das Präsentations-Programm Microsoft Powerpoint. Damit ließen sich auch wunderbar kleine Film-Präsentationen machen. Anstatt einem Text schwebt dann eben eine gezeichnete Figur ins Bild und gibt einen Satz von sich. So entstanden viele kleine "Filmchen" und unter anderem auch eine kleine Figur namens Rolly!

 

Irgendwann legte ich mir auch noch eine Webcam für den PC zu und konnte ab nun auch dort kurze Clips drehen. Diese bestanden jedoch immer nur aus einer Szene. Dies änderte sich jedoch bald mit dem Kauf einer Schnittsoftware - dem Ulead Video Studio 4. Nun konnte ich meinen Webcam-Clips auch einen Vor- und Abspann verpassen und nachträglich mit Sounds oder Musik unterlegen. Ich drehte auch einige neue Sachen, wie z.B. die "X-Faktor"-Parodie "Mystery X - Das Unverstehbare".

Auch einige StopMotion-Projekte entstanden, wie z.B. die beiden Teile des "Zeitstrahlers". Ich hatte schon etwas Erfahrung mit der Materie, da ich schon früher mit meiner alten analogen Kamera Legofilme gemacht habe. Für Einzelbilder drückte ich damals schnell hintereinander auf REC und STOP. Die Einzelbilder erstreckten sich dadurch manchmal über mehrere Sekunden, aber es war das beste, was ich hatte. Auf diese Weise entstanden auch einige Zeichentrickfilme mit meiner alten Comic-Figur Manu.

 

Irgendwann versuchte ich auch einmal meine Powerpoint-Präsentationen mit Hilfe des Schnittprogramms irgendwie neu als Videos zusammenzubasteln. Dazu nahm ich die Präsentation und kopierte die Einzelbilder von dort per Screenshot in mein Schnittprogramm. Dies klappte wunderbar und es entstand die allererste Videofolge von Rolly. Es machte sehr viel Spaß und so wandelte ich nicht nur die anderen beiden Folgen um, sondern erstellte auch völlig neue Episoden. Nach wenigen Wochen waren die ersten 6 Rolly-Folgen im Kasten.

In Folge 5 "Rolly Rally 5000" versuchte ich mich auch zum ersten mal auch an 3D-Animationen. Ich hatte mir nämlich einige Monate zuvor ein 3D-Animations-Programm zugelegt. Den Sybex 3D Animations Designer kaufte ich mir bei Ebay für insgesamt 13€! Es funktionierte ganz gut und so musste Rolly nicht mehr länger nur in einer 2D-Welt leben, sondern konnte in Folge 7 "Rolly im 3D-Land" sogar komplett dreidimensional auftreten. Zwar nicht makellos, aber es war ein Grundstock für weitere Arbeiten mit der dritten Dimension.

Danach entstanden noch viele andere Filme, wie z.B. die "Schlittentod"-Serie, die ich zum Anlass des Winters erfunde habe, oder auch die "Snow Wars"-Saga. Dieses war das erste Außendreh-Projekt, dass ich am Computer geschnitten habe. Zum damaligen Weihnachtsfest habe ich nämlich einen neuen Computer bekommen inklusive TV-Karte. Somit konnte ich die Videos meiner Analog-Cam auf den Computer überspielen und bearbeiten.

Auf diese Weise entstanden auch die SEK-Filme, das Sinnlos-Projekt "Klopapier" die zweite Folge von "Mystery X".

Zwischendurch gabs dann immerwieder kleine Clips, wie den fiktiven "Elektro 0-8-15"-Spot, die Gameboy-Parodie "Idiotenschläger", den fiktiven Werbespot zum "Ränauld Kangoo", den Trash-Trailer "Star Dreck" und "Bayern Jackass".

 

Die Filme wurden so immer professioneller, was sich auch an der Produktionszeit feststellen lies. Während früher ein Video in einigen Tagen hingeklatscht wurde, beanspruchten neue Projekte mehrere Wochen bzw. Monate, wie z.B. die "Zurück in die Vergangenheit"-Filme.

Mit Teil 1 gewann ich übrigens zum ersten mal in meinem Leben einen Preis mit einem meiner Filme und nehme seither jedes Jahr an mehreren Filmwettbewerben teil, mit Erfolg! So kam es auch, dass ich mit meinem Hobby schon mehrfach in Zeitungen abgedruckt wurde und auch in der Online-Amateurfilm-Community ein guter Bekannter bin.

 

2007 gab es einen meiner Filme auch im Kino. "Rollygeddon", an dem ich über 23 Monate gearbeitet hatte, feierte seine Premiere im Regensburger Regina Kino mit über 100 Gästen. Der Film gewann bereits mehrere Filmwettbewerbe, unter anderem auch den mit 10.000,- € dotierten Rookie-Award, welcher auf der Jupiter-Preisverleihung neben Michael "Bully" Herbig, Oliver Kalkofe und Heino Ferch vergeben wurde. Ich schaffte es mit Rolly sogar ins Fernsehen. In der Jugendsendung "Südwild" durfte ich live als Studiogast dabei sein, wie der komplette 30-minütige Film im Bayerischen Rundfunk gezeigt wurde. Ein Ausschnitt aus "Rollygeddon" wurde sogar in der Tagesschau präsentiert, im Rahmen des deutschen Jugendvideopreises.

 

Seit Herbst 2007 habe ich nun auch eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton bei der ProSiebenSat.1 Produktion in München begonnen. So hoffe ich, dass ich meine filmische Leidenschaft auch beruflich in Zukunft fortsetzen kann.